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Idiotentests

Die Idiotentests werden immer dann fällig, wenn ein Autofahrer im Straßenverkehr auffällig geworden ist. Als häufigster Grund für die Anordnung einer MPU, wie der Idiotentest auch bezeichnet wird, kommt Alkohol zum Tragen. Sobald ein Autofahrer mit mehr als 1,6 Promille Alkohol im Blut aufgegriffen wird, wird eine MPU angeordnet. Gleiches gilt bei zwei Fahrten unter einem Alkoholeinfluss von mehr als 0,5 Promille. Des Weiteren kommen Drogen in Frage, um einen der bekannten Idiotentests anzuordnen. Dabei reicht es aus, wenn durch ein Gerichtsurteil festgestellt worden ist, dass ein Autofahrer Drogen konsumiert, er muss also nicht einmal unter deren Einfluss am Steuer gestellt worden sein.

Zusätzlich kann der Idiotentest angeordnet werden, wenn mehrere Auffälligkeiten gleicher Art innerhalb kurzer Zeit festgestellt werden. Bei mehrfachen, nicht unerheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen beispielsweise kann eine MPU angeordnet werden. Grundsätzlich wird diese erforderlich, wenn die Fahrerlaubnis entzogen wurde, nachdem das Flensburger Punktekonto mit mehr als 18 Punkten gefüllt war.

Die MPU oder Medizinisch-Psychologische Untersuchung besteht in der Regel aus drei verschiedenen Punkten. Das 45-minütige Gespräch mit einem Psychologen ist der bekannteste Punkt bei den Idiotentests. Daneben wird eine ärztliche Untersuchung durchgeführt. Auch einer oder mehrere Leistungstests stehen bei der MPU auf dem Programm. Die vorläufige Prognose, die der psychologische Gutachter abgibt, wird dem Fahrer bereits im direkten Anschluss an das Gespräch mitgeteilt. Die endgültigen Aussagen dagegen werden schriftlich festgehalten und gehen den Straßenverkehrsbehörden auf dem Postwege zu. Sie bilden die Grundlage für die Entscheidung, ob die Fahrerlaubnis erneut ausgestellt wird oder nicht.